Schlafstörungen bei Kindern
Schlafstörungen sind ein weit verbreitetes Phänomen, das in den Industrieländern rasant zugenommen hat. Dass Erwachsene davon betroffen sind, hat mit dem oft beträchtlichen Druck am Arbeitsplatz, auch der Angst vor Verlust desselben zu tun. Dass aber auch immer mehr Schlafstörungen bei Kindern auftreten, ist erschreckend, hat aber natürlich andere Gründe als die, die man bei Erwachsenen beobachten kann.
Unruhige Kinder - unruhiger Schlaf
Wenn Kinder unruhig schlafen, öfter aufwachen oder ganz schwer einschlafen können, hat dies heute häufig mit einer Reizüberflutung zu tun, der sogar schon kleine Kinder ausgesetzt sind. Wenn ein Kind über Stunden vor dem Fernseher "geparkt" wird, was leider in vielen Familien der Fall ist, wird es mit einer Fülle von Bildern konfrontiert, auch (teilweise sehr lauten) Geräuschen, die das kindliche Hirn noch gar nicht einordnen und verarbeiten kann. So "aufgeheizt", dazu oft körperlich unterfordert, geht das Kind dann zwar, wie gewünscht/gefordert ins Bett, aber nun fängt sozusagen die Nachbereitung des Erlebten in der Einschlaf- bzw. Schlafphase an. Fabelwesen, Cowboys, schnell sich verändernde Szenarien bevölkern nun das Hirn des kleinen Schläfers und lassen es oft nicht zur Ruhe kommen. Die Folge sind dann oft unausgeruhte Kinder, die morgens schwer in Gang kommen, und die im Kindergarten oder in der Schule durch Träumen oder "Herumkaspern" auffallen.
Weniger Fernsehen - mehr Spielplatz
Um eine Überfrachtung des Hirns zu vermeiden, die nicht nur durch den hohen Fernsehkonsum, sondern auch durch Computerspiele erzeugt wird, sollte man als Mutter bzw. Eltern unbedingt darauf achten, dass sich das Kind so viel wie möglich in der "Realität" aufhält. Wenn es auf dem Spielplatz den Nachmittag verbringt, wird es nur echte Erlebnisse haben, auch Ursache und Wirkung verknüpfen lernen. Es konsumiert nicht, sondern ist aktiver Gestalter seines Lebens. Ebenso verhält es sich mit Basteln oder anderen Hobbys. Auch hier ist das Kind nicht fremden Reizen ausgesetzt, sondern macht etwas, das es versteht, kann sich als Person erkennen. Dies ist schon einmal eine gute Vorbereitung auf den Ausklang des Tages, vor allem, wenn das Kind der Mutter noch seine Erlebnisse berichten kann, sie so auch neu bewerten kann. Insgesamt ist es sinnvoll, das Kind nicht nur sich selbst zu überlassen, seinen Phantasien, sondern ihm zuzuhören, ihm abends eine Geschichte vorzulesen, auch darüber mit ihm zu sprechen.
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