Schlafstörungen bei Kindern

Schlafstörungen bei Kindern und Jugendlichen sind keine Seltenheit. Ein Grund kann Schulssstress sein. Foto: Fotalia
Schlafstörungen bei Kindern und Jugendlichen sind keine Seltenheit. Ein Grund kann Schulssstress sein. Foto: Fotalia

Schlafstörungen sind ein weit verbreitetes Phänomen, das in den Industrieländern rasant zugenommen hat. Dass Erwachsene davon betroffen sind, hat mit dem oft beträchtlichen Druck am Arbeitsplatz, auch der Angst vor Verlust desselben zu tun. Dass aber auch immer mehr Schlafstörungen bei Kindern auftreten, ist erschreckend, hat aber natürlich andere Gründe als die, die man bei Erwachsenen beobachten kann.

Unruhige Kinder - unruhiger Schlaf

Wenn Kinder unruhig schlafen, öfter aufwachen oder ganz schwer einschlafen können, hat dies heute häufig mit einer Reizüberflutung zu tun, der sogar schon kleine Kinder ausgesetzt sind. Wenn ein Kind über Stunden vor dem Fernseher "geparkt" wird, was leider in vielen Familien der Fall ist, wird es mit einer Fülle von Bildern konfrontiert, auch (teilweise sehr lauten) Geräuschen, die das kindliche Hirn noch gar nicht einordnen und verarbeiten kann. So "aufgeheizt", dazu oft körperlich unterfordert, geht das Kind dann zwar, wie gewünscht/gefordert ins Bett, aber nun fängt sozusagen die Nachbereitung des Erlebten in der Einschlaf- bzw. Schlafphase an. Fabelwesen, Cowboys, schnell sich verändernde Szenarien bevölkern nun das Hirn des kleinen Schläfers und lassen es oft nicht zur Ruhe kommen. Die Folge sind dann oft unausgeruhte Kinder, die morgens schwer in Gang kommen, und die im Kindergarten oder in der Schule durch Träumen oder "Herumkaspern" auffallen.

Weniger Fernsehen - mehr Spielplatz

Um eine Überfrachtung des Hirns zu vermeiden, die nicht nur durch den hohen Fernsehkonsum, sondern auch durch Computerspiele erzeugt wird, sollte man als Mutter bzw. Eltern unbedingt darauf achten, dass sich das Kind so viel wie möglich in der "Realität" aufhält. Wenn es auf dem Spielplatz den Nachmittag verbringt, wird es nur echte Erlebnisse haben, auch Ursache und Wirkung verknüpfen lernen. Es konsumiert nicht, sondern ist aktiver Gestalter seines Lebens. Ebenso verhält es sich mit Basteln oder anderen Hobbys. Auch hier ist das Kind nicht fremden Reizen ausgesetzt, sondern macht etwas, das es versteht, kann sich als Person erkennen. Dies ist schon einmal eine gute Vorbereitung auf den Ausklang des Tages, vor allem, wenn das Kind der Mutter noch seine Erlebnisse berichten kann, sie so auch neu bewerten kann. Insgesamt ist es sinnvoll, das Kind nicht nur sich selbst zu überlassen, seinen Phantasien, sondern ihm zuzuhören, ihm abends eine Geschichte vorzulesen, auch darüber mit ihm zu sprechen.

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Wissenswertes zum Thema Schlaf

Schlaf ist für die Menschen so alltäglich, wie die Luft zum atmen. Und dennoch wissen viele erstaunlich wenig über ihn. Viele Menschen haben Schlafprobleme. Obwohl der Schlaf uns jeden Tag heimsucht ist selbst unter Wissenschaftlern der Schlaf noch größtenteils unerforschtes Gebiet.

Warum schlafen wir eigentlich?

Diese Frage z.B. ist noch immer unbeantwortet. Obwohl nicht nur Menschen, sondern auch alle Tiere schlafen müssen und der Schlaf sogar lebensnotwendig ist, ist der Grund dafür noch immer größtenteils unbekannt. Daher gilt Schlafentzug in vielen Ländern auch als Folter. Fest steht, dass die Nervenbahnen sich während des Schlafzustandes neu aufeinander einstellen. Das gilt sowohl für die Bereiche des Gehirns, die für lebensnotwendige Prozesse verantwortlich sind, wie für die Teile, in denen Erinnerungen gespeichert werden. Daher ist der Schlaf in mehrere Phasen unterteilt. Für Menschen und wohl auch die höheren Primaten ist die REM-Phase am wichtigsten. Sie ist die Phase des Träumens. Übrigens - auch Kinder leiden immer häufiger unter Schlafstörungen.

Wie viel Schlaf benötigen Menschen?

Auch hier gibt es sehr unterschiedliche Meinungen. Die genaue Schlafmenge ist natürlich bei jedem Menschen unterschiedlich. Das Verlangen schlafen zu gehen, wird von der Inneren Uhr gesteuert. Diese richtet sich nach der Helligkeit und der Zeit seit dem Aufstehen. Doch welche Menge unsere Innere Uhr für Schlaf veranschlagt, kann nicht genau vorhergesagt werden. Viele Schlafexperten sind inzwischen der Meinung, dass die bekannten acht Stunden schon des Schlafes zuviel sind. Nach verschiedenen Studien liegt die beste Schlafzeit zwischen sechs und sieben Stunden.  Manche Menschen brauchen sogar noch weniger. So soll Napoleon angeblich mit nur drei Stunden pro Nacht ausgekommen sein. Guter Schlaf ist wichtig. Doch das ist nicht im Vergleich zu Delfinen und Walen. Sie können sich nicht hinlegen und einfach schlafen, denn sonst würden sie ja ertrinken. Daher lassen sie ihre rechte und linke Gehirnhälfte abwechselnd schlafen.

Was hilft beim Schlafen?

Schlaflosigkeit wird in unserer hektischen Welt immer mehr zum Problem. Dabei sind es oft einfache Tipps, die zu einem geruhsamen Schlaf führen. Auch kann ein Schlafsystem helfen durchzuschlafen. Damit das Gehirn Schlafhormone ausschütten kann, braucht es Ruhe. Daher sollte man wenigstens eine Stunde vor dem Schlafen gehen, alle Arbeit ruhen lassen. Alkohol ist, entgegen der geläufigen Meinung, kein Hilfsmittel für einen ruhigen Schlaf. Außerdem sollte das Schlafzimmer immer abgedunkelt und nicht zu warm sein.