Rat vom Schlafexperten

Schlafexperten weisen den Weg zurück zum guten Schlaf. Foto: Fotalia
Schlafexperten weisen den Weg zurück zum guten Schlaf. Foto: Fotalia

Wer ständig wachliegt, dem rät der Präventologe und Schlafexperte Markus Kamps: "Ruhe bewahren und locker atmen!" Zu viel Grübeln vertreibe laut Schlafexperte Kamps den Schlaf - und er hat eine Reihe von Tipps parat, wie man den Sandmann locken kann. Zum Beispiel die Regelmäßigkeit. Kamps: "Man sollte immer die gleichen Abläufe pflegen, das bedeutet, bestimmte Uhrzeiten für Essen, Zähne putzen und für das Zu-Bett-Gehen wählen." Außerdem gilt: Wie man sich bettet, so schlummert man. Ein ruhiges und gemütliches Schlafzimmer, das wenig beleuchtet ist und in dem ein Klima von 16 bis 18 Grad herrscht, ist laut Schlafexperte Kamps empfehlenswert.

Schlafexperte empfiehlt: Schlafkiller vermeiden

Zu den "Schlafkillern" gehören für den Schlafexperte Zigaretten, zu viel Alkohol am Abend und späte, fettreiche Mahlzeiten. Dann lieber eine Banane essen - sie enthält Tryptophan, das die Einschlafzeit um bis zu 50 Prozent verkürzen kann. Ein weiterer Tipp für Schlaflose ist etwa die Audiotherapie des Schlafsystems Inpulser. Sie wirkt mithilfe von Neurostimulation. Das heißt, durch bestimmte Frequenzen wird dem Gehirn dabei geholfen, sich auf den Schlaf einzustellen. Und damit quälende Erlebnisse des Tages nachts nicht nachwirken, rät Präventologe Kamps, Tagebuch zu führen: "Drei Dinge notieren, die negativ waren, ebenso drei Dinge, die positiv waren - schließlich drei Dinge, die es am nächsten Morgen zu erledigen gilt. So sind neun Aspekte, die wach halten können, aus dem Gedankenkreis verschwunden."

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Wissenswertes zum Thema Schlaf

Schlaf ist für die Menschen so alltäglich, wie die Luft zum atmen. Und dennoch wissen viele erstaunlich wenig über ihn. Viele Menschen haben Schlafprobleme. Obwohl der Schlaf uns jeden Tag heimsucht ist selbst unter Wissenschaftlern der Schlaf noch größtenteils unerforschtes Gebiet.

Warum schlafen wir eigentlich?

Diese Frage z.B. ist noch immer unbeantwortet. Obwohl nicht nur Menschen, sondern auch alle Tiere schlafen müssen und der Schlaf sogar lebensnotwendig ist, ist der Grund dafür noch immer größtenteils unbekannt. Daher gilt Schlafentzug in vielen Ländern auch als Folter. Fest steht, dass die Nervenbahnen sich während des Schlafzustandes neu aufeinander einstellen. Das gilt sowohl für die Bereiche des Gehirns, die für lebensnotwendige Prozesse verantwortlich sind, wie für die Teile, in denen Erinnerungen gespeichert werden. Daher ist der Schlaf in mehrere Phasen unterteilt. Für Menschen und wohl auch die höheren Primaten ist die REM-Phase am wichtigsten. Sie ist die Phase des Träumens. Übrigens - auch Kinder leiden immer häufiger unter Schlafstörungen.

Wie viel Schlaf benötigen Menschen?

Auch hier gibt es sehr unterschiedliche Meinungen. Die genaue Schlafmenge ist natürlich bei jedem Menschen unterschiedlich. Das Verlangen schlafen zu gehen, wird von der Inneren Uhr gesteuert. Diese richtet sich nach der Helligkeit und der Zeit seit dem Aufstehen. Doch welche Menge unsere Innere Uhr für Schlaf veranschlagt, kann nicht genau vorhergesagt werden. Viele Schlafexperten sind inzwischen der Meinung, dass die bekannten acht Stunden schon des Schlafes zuviel sind. Nach verschiedenen Studien liegt die beste Schlafzeit zwischen sechs und sieben Stunden.  Manche Menschen brauchen sogar noch weniger. So soll Napoleon angeblich mit nur drei Stunden pro Nacht ausgekommen sein. Guter Schlaf ist wichtig. Doch das ist nicht im Vergleich zu Delfinen und Walen. Sie können sich nicht hinlegen und einfach schlafen, denn sonst würden sie ja ertrinken. Daher lassen sie ihre rechte und linke Gehirnhälfte abwechselnd schlafen.

Was hilft beim Schlafen?

Schlaflosigkeit wird in unserer hektischen Welt immer mehr zum Problem. Dabei sind es oft einfache Tipps, die zu einem geruhsamen Schlaf führen. Auch kann ein Schlafsystem helfen durchzuschlafen. Damit das Gehirn Schlafhormone ausschütten kann, braucht es Ruhe. Daher sollte man wenigstens eine Stunde vor dem Schlafen gehen, alle Arbeit ruhen lassen. Alkohol ist, entgegen der geläufigen Meinung, kein Hilfsmittel für einen ruhigen Schlaf. Außerdem sollte das Schlafzimmer immer abgedunkelt und nicht zu warm sein.