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Das Geheimnis guten Schlafs

Frauen finden oftmals schwerer zur Ruhe

Wer sich nachts im Schlaf erholt, ist im Beruf ausgeglichener. Foto: djd/Utrogest

Wer sich nachts im Schlaf erholt, ist im Beruf ausgeglichener. Foto: djd/Utrogest

(djd). Es ist kein schönes Gefühl, aus dem Tiefschlaf gerissen zu werden. Und bei vielen Menschen ist es auch gar nicht so leicht, sie in dieser Phase aufzuwecken. Kein Wunder, befindet sich der Organismus doch in einem Zustand größter körperlicher Ruhe, während das Bewusstsein weitgehend ausgeschaltet ist.

Schlafstörungen auf den Grund gehen

Wer unter Einschlaf- oder Durchschlafstörungen leidet, erreicht diese Tiefschlafphasen zu selten, startet deshalb morgens wie gerädert in den Tag und ist häufig müde und misslaunig. Die Ursachen reichen von einem ungünstigen Raumklima im Schlafzimmer bis hin zu körperlichen Beschwerden. So können zum Beispiel viele Frauen in den Wechseljahren schlecht schlafen, wenn hormonelle Umstellungen zu übermäßigem Schwitzen und innerer Unruhe führen. In solchen Fällen kann mit natürlichem Progesteron wie beispielsweise Utrogest eine erhebliche Besserung erzielt werden. Es lässt nach Ansicht der kanadischen Hormonexpertin Professor Jerilynn Prior die wechseljahresbedingten Beschwerden deutlich zurückgehen und ist für Frauen, die keine Östrogene einnehmen möchten, eine gute Lösung. Besonders die Wachphasen im wichtigen ersten Drittel des Nachtschlafs werden einer Studie des Münchner Max-Planck-Instituts zufolge wirksam reduziert.

Die Zyklen des Schlafs

Mit dem Tiefschlaf allein bekommt man allerdings noch nicht die Erholung, die für eine dauerhafte Leistungsfähigkeit und Gesundheit notwendig ist. Die Schlafforschung spricht von vier bis sechs aufeinanderfolgenden Schlafzyklen, die jeweils wichtige Aufgaben erfüllen. Um ausgeruht in den nächsten Tag zu starten, muss der Schlaf aus mindestens vier dieser 90 bis 120 Minuten dauernden Zyklen bestehen, die nicht unterbrochen sein dürfen. In ihnen wechseln sich Tiefschlafabschnitte mit Phasen ab, während derer man leichter schläft, viel träumt und die Erlebnisse des Tages unbewusst verarbeitet. Das sprichwörtliche "Lernen im Schlaf" hat also einen wissenschaftlich fundierten Hintergrund und funktioniert umso besser, je leichter die "innere Uhr" dank regelmäßiger Schlafzeiten im Takt bleiben kann.

Fakten in Kürze

Einfach mal an der Uhr drehen

Es gibt viele Menschen, die jeden Abend eine gefühlte Ewigkeit benötigen, bis sie endlich eingeschlafen sind. Und wenn der Wecker morgens klingelt, fühlen sie sich richtiggehend aus dem Schlaf gerissen. In solchen Fällen kann es einen Versuch wert sein, dem eigenen Biorhythmus zuliebe die Schlafzeiten einfach um 30 Minuten zu verschieben. Jeder Mensch hat ungefähr im 90-Minuten-Wechsel aktivere und ruhigere Phasen. Wenn diese genau der gewohnten Zeit zum Zubettgehen und Aufstehen widersprechen, ist der Erholungswert von vornherein herabgesetzt.

Wissenswertes zum Thema Schlaf

Schlaf ist für die Menschen so alltäglich, wie die Luft zum atmen. Und dennoch wissen viele erstaunlich wenig über ihn. Viele Menschen haben Schlafprobleme. Obwohl der Schlaf uns jeden Tag heimsucht ist selbst unter Wissenschaftlern der Schlaf noch größtenteils unerforschtes Gebiet.

Warum schlafen wir eigentlich?

Diese Frage z.B. ist noch immer unbeantwortet. Obwohl nicht nur Menschen, sondern auch alle Tiere schlafen müssen und der Schlaf sogar lebensnotwendig ist, ist der Grund dafür noch immer größtenteils unbekannt. Daher gilt Schlafentzug in vielen Ländern auch als Folter. Fest steht, dass die Nervenbahnen sich während des Schlafzustandes neu aufeinander einstellen. Das gilt sowohl für die Bereiche des Gehirns, die für lebensnotwendige Prozesse verantwortlich sind, wie für die Teile, in denen Erinnerungen gespeichert werden. Daher ist der Schlaf in mehrere Phasen unterteilt. Für Menschen und wohl auch die höheren Primaten ist die REM-Phase am wichtigsten. Sie ist die Phase des Träumens. Übrigens - auch Kinder leiden immer häufiger unter Schlafstörungen.

Wie viel Schlaf benötigen Menschen?

Auch hier gibt es sehr unterschiedliche Meinungen. Die genaue Schlafmenge ist natürlich bei jedem Menschen unterschiedlich. Das Verlangen schlafen zu gehen, wird von der Inneren Uhr gesteuert. Diese richtet sich nach der Helligkeit und der Zeit seit dem Aufstehen. Doch welche Menge unsere Innere Uhr für Schlaf veranschlagt, kann nicht genau vorhergesagt werden. Viele Schlafexperten sind inzwischen der Meinung, dass die bekannten acht Stunden schon des Schlafes zuviel sind. Nach verschiedenen Studien liegt die beste Schlafzeit zwischen sechs und sieben Stunden.  Manche Menschen brauchen sogar noch weniger. So soll Napoleon angeblich mit nur drei Stunden pro Nacht ausgekommen sein. Guter Schlaf ist wichtig. Doch das ist nicht im Vergleich zu Delfinen und Walen. Sie können sich nicht hinlegen und einfach schlafen, denn sonst würden sie ja ertrinken. Daher lassen sie ihre rechte und linke Gehirnhälfte abwechselnd schlafen.

Was hilft beim Schlafen?

Schlaflosigkeit wird in unserer hektischen Welt immer mehr zum Problem. Dabei sind es oft einfache Tipps, die zu einem geruhsamen Schlaf führen. Auch kann ein Schlafsystem helfen durchzuschlafen. Damit das Gehirn Schlafhormone ausschütten kann, braucht es Ruhe. Daher sollte man wenigstens eine Stunde vor dem Schlafen gehen, alle Arbeit ruhen lassen. Alkohol ist, entgegen der geläufigen Meinung, kein Hilfsmittel für einen ruhigen Schlaf. Außerdem sollte das Schlafzimmer immer abgedunkelt und nicht zu warm sein.